OEE interviewte Tanja Stjepanovič, die Direktorin des Instituts „Prava poteza“. Tanja war die Projektkoordinatorin für „Create-IN“, dessen Ziel darin bestand, kreative junge Menschen bei der Präsentation ihrer Arbeit und ihrer Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu unterstützen. Das Projekt „Create-IN“ wurde von der Europäischen Kommission als Beispiel für eine Erfolgsgeschichte und gute praktische Lösung ausgezeichnet.

 

Könnten Sie uns mehr über das Institut „Prava poteza“ erzählen?

Das Institut „Prava poteza“ ist eine Organisation, die IKT-Lösungen für E-Learning und E-Health entwickelt sowie spezielles Training und Managementassistenz anbietet. Wir beraten auch lokale Behörden sowie private oder staatliche Organisationen in den Bereichen E-Learning und E-Health.

Wie kam die Idee für „Create-IN“ zustande? Wer waren Ihre Partner bei diesem Projekt?

In Slowenien gibt es 2.600 Friseursalons, die als Arbeitgeber die Arbeit und die Fähigkeiten von Bewerbern gerne vor einer Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch prüfen würden. Dasselbe gilt für kreative Beschäftigungen im Ausland (Friseure, Modedesigner usw.). Aus diesem Grund dachten wir, es sei wichtig für Arbeitssuchende zu wissen, wie sie ihre Arbeit und ihre Kenntnisse mit einem E-Portfolio, das möglichen Arbeitgebern zugänglich ist, präsentieren können.

Das Webtool „Create-IN“ zielt darauf ab, kreativen jungen Menschen ein modernes, interaktives und nutzerfreundliches E-Portfolio anzubieten, um sie bei der Präsentation ihrer Arbeit bei möglichen Arbeitgebern mittels Videos und Fotos zu unterstützen. Das Projekt bietet zudem Arbeitgebern eine einfache Möglichkeit, neue Arbeitnehmer zu finden.

Wir haben mit folgenden Partnern zusammengearbeitet:

Welchen Nutzen haben E-Portfolios für Studierende und Arbeitssuchende?

E-Portfolios vermitteln einen Gesamtüberblick über den Bewerber, einschließlich seiner Aktivitäten, Leistungen, Bildung und angestrebten Ziele in den Bereichen, in denen er aktiv und gestalterisch tätig ist. Bewerber können Fotos von ihren eigenen Kreationen, Videos und Materialien, mit denen sie sich im Rahmen ihrer Aktivitäten, Arbeit und Kreativität definieren, hinzufügen. E-Portfolios können vollkommen frei und unkonventionell sowie mit einer persönlichen Note gestaltet werden und beschränken sich nicht ausschließlich auf die Auflistung des Lebenslaufs. Ein gutes E-Portfolio kann einen überzeugenden ersten Eindruck bei der Rekrutierung vermitteln. Zudem sind Multimedia-Präsentationen möglich, damit Arbeitgeber die kreativen Fähigkeiten des Bewerbers genau beurteilen können.

Welchen Herausforderungen standen Sie während der Projektumsetzung gegenüber?

Zu den größten Herausforderungen, denen wir gegenüberstanden, zählten die Motivierung von Studierenden, ihre eigenen E-Portfolios zu erstellen, die Gewinnung der Projektpartner und die Anregung künftiger Arbeitgeber, E-Portfolios als zulässige Bewerbung und Referenz anzusehen. 

Was wird Ihnen von diesem Projekt besonders in Erinnerung bleiben?

Wenn ich eine Sache herausgreifen müsste, würde ich definitiv sagen, dass mir der Spaß, den wir während der Promovideo-Aufnahmen hatten, wo alle zusammengearbeitet und etwas Besonderes geschaffen haben, besonders in Erinnerung bleiben wird. Es war eine gute Erfahrung für uns, an der wir alle gewachsen sind. Eine weitere unvergessliche Erfahrung war der Besuch der Projektpartner im Vereinigten Königreich und in der Niederlande.

 

Erfahren Sie mehr über das Projekt „Create-IN“

„Create-IN“ auf Facebook

 

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